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Kirche mal anders… 
So haben die Schützen aus Obermeiser wohl über das Zusammenspiel von Verein und Kirche gedacht, als der Schützenverein die Idee zu einem Gottesdienst im Wald an der Ludwigslust hatte. Kirche mal ganz anders. Warum nicht? In Zeiten, wo alle mit wegbrechenden Mitgliederzahlen und schwindendem Engagement für Ehrenämter zu kämpfen haben, muss man neue Wege gehen und enger zusammenrücken. So das Kredo des 1. Vorsitzenden Bernd Erkelenz, wer nicht aufeinander zugeht und gemeinsam weiter geht, der wird am Ende auf der Strecke bleiben. So konnten die Bürger von Obermeiser und einige auswärtige Gäste an einem Gottesdienst der besonderen Art teilhaben. Der Wettergott hatte sich scheinbar auch von dieser Idee beeindrucken lassen und zeigte sich von seiner besten Seite. Hierfür legte er mit dem herrlichen Wetter für alle Beteiligten seinen roten Teppich aus. Das Pfarrerehepaar Küllmer leitete den Gottesdienst unter dem Thema „Der Baum“ und mit musikalischer Begleitung des Gesangvereins Obermeiser wurde der Gottesdienst für viele ein unvergessliches Erlebnis. In mitten der Natur unter alten und knochigen Bäumen, welche wohl die ein oder andere Geschichte erzählen könnten, war dies Kirche mal anders. Der Gesangverein Obermeiser begleitete den Gottesdienst mit schönen alten Liedern und zeigte, dass nicht immer ein Konzertsaal nötig ist, um ein gutes Klangbild des Gesanges zu erzielen, um den Zuhörer zu ergreifen und zu berühren. So konnten mehr als 50 Gäste den Gottesdienst und Kirche mal anders erleben.
Aber damit noch nicht genug.
Nachdem der 1. Vorsitzende Bernd Erkelenz sich bei Organisatoren des Gottesdienstes, der Kirche und dem Gesangverein für dieses Erlebnis bedankte, nahm Kurt Neumeyer (ehemaliger Bürger von Obermeiser) das Mikrofon in die Hand. Er überraschte alle mit einem Vortrag der besonderen Art! Kurt Neumeyer legte einen Zettel auf das Rednerpult und sagte, er wolle ein Lied vortragen. Seine Sangeskünste könnten aber bei Weitem die des Gesangvereins nicht erreichen. Sei es drum, ein eigens für den Ort Ludwigslust geschriebenes Lied drang von seinen Lippen, obgleich man ihm über die Aussage des Sangeskünste Recht geben musste, spielte dies in diesem Augenblick gar keine Rolle, denn das, was da inhaltlich von ihm gesungen wurde, machte alle sprachlos. Ein Lied über Ludwigslust, über die Heimat der Schützen und dies unter den alten Bäumen. Sichtlich ergriffen und voller Stolz bedankte sich der 1. Vorsitzende bei Kurt Neumeyer für seine Darbietung. Dass nun der Verein gar ein eigenes Lied hat, machte ihn sprachlos.
Bernd Erkelenz bedankte sich nochmals bei allen Aktiven, die dazu beigetragen haben, das Schützenhaus Ludwigslust wieder so herzurichten und zu erhalten. Aber auch den Gästen der Veranstaltungen des Vereins dankte er, schließlich tragen gerade die Gäste dazu bei, den Aktiven zu zeigen, so weiter zu machen und das zu erhalten, was eine so lange Tradition hat. Der Einladung zum Mittagessen unter den alten Bäumen folgten fast alle Gäste und verweilten bis in die Abendstunden im Waldcafe Ludwigslust. Wie gewohnt hatte im nahtlosen Übergang am Nachmittag das Waldcafe geöffnet, um weitere Gäste zu verwöhnen. So waren es wieder mehr als hundert Gäste, die bei schönstem Wetter an der Ludwigslust den Tag genießen konnten.
Der Schützenverein 1695 Obermeiser bedankt sich nochmals bei allen Beteiligten und Gästen!
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